Ein Pizzaofen fürs Camping muss andere Anforderungen erfüllen als einer für den festen Platz im Garten: Er muss ins Auto passen, ohne Steckdose oder große Gasflasche auskommen — und trotzdem in wenigen Minuten auf Backtemperatur kommen. Dieser Ratgeber zeigt, welche Modelle das wirklich leisten und wo ein vermeintlich “tragbarer” Gasofen unterwegs an seine Grenzen stößt.
Quick Answer: Für echtes Camping ohne Stromanschluss ist der Ooni Fyra 12 (ca. 279 €, Holzpellets, laut Hersteller nur rund 10 kg) die unkomplizierteste Wahl — kein Gasanschluss, kein Adapter, einfach Pellets nachfüllen. Willst du mit Gas backen, funktioniert der Ooni Koda 12 (ca. 279–295 €) auch mit kleinen Camping-Gaskartuschen, aber nur mit einem separat erhältlichen Gas Tank Adaptor, da der mitgelieferte Regler auf große Standard-Gasflaschen ausgelegt ist. Elektrische Modelle wie der G3 Ferrari Delizia (ca. 60–80 €) brauchen laut Hersteller rund 1.200 Watt und sind damit nur mit Landstrom oder einer kräftigen Powerstation campingtauglich.
Warum “Camping” andere Anforderungen stellt als “Garten”
Unser Ratgeber Pizzaofen für den Garten dreht sich um einen festen Stellplatz mit Steckdose und Platz für eine große Gasflasche in Reichweite. Beim Camping fehlen genau diese beiden Dinge oft: kein Stromanschluss auf dem Naturstellplatz, keine 11-kg-Gasflasche im Kofferraum, dafür begrenzter Stauraum. Drei Fragen entscheiden, ob ein Pizzaofen wirklich campingtauglich ist:
| Modell | Brennstoff | Gewicht | Camping-Tauglichkeit | Preis |
|---|---|---|---|---|
| Ooni Fyra 12 | Holzpellets | ca. 10 kg | Ohne Einschränkung — kein Gas, kein Strom nötig | ca. 279 € |
| Ooni Koda 12 | Gas | kompakt | Nur mit separatem Gas Tank Adaptor für Camping-Kartuschen | ca. 279–295 € |
| G3 Ferrari Delizia | Strom | unter 6 kg | Nur mit Landstrom oder starker Powerstation | ca. 60–80 € |
1. Ooni Fyra 12 — die einfachste Lösung ohne Adapter
Ooni Fyra 12
- Läuft mit Holzpellets aus einem schwerkraftgesteuerten Trichter — kein Gasanschluss, keine Kartusche, kein Adapter nötig.
- Laut Hersteller nur rund 10 kg schwer und als "weltweit erster tragbarer Pizzaofen seiner Art" beworben.
- Erreicht laut Hersteller bis zu 500 °C in 15 Minuten — eine Tüte Pellets reicht meist für einen ganzen Camping-Nachmittag.
Weil Pellets einfach nachgeschüttet werden und es keine Gasleitung oder Steckdose braucht, ist der Fyra 12 der Ofen mit den wenigsten Stolperfallen unterwegs. Der einzige Nachteil: Du musst einen Vorrat Holzpellets mitnehmen, die bei Nässe geschützt gelagert werden sollten. Mehr zum Brennstoff selbst in unserem Ratgeber Pizzaofen mit Pellets.
2. Ooni Koda 12 — Gas-Komfort, aber nur mit Adapter
Ooni Koda 12
- Der mitgelieferte Regler ist für stehende Standard-Gasflaschen (5 kg/11 kg) ausgelegt, nicht für kleine Camping-Kartuschen.
- Für 1-lb/440-g-Kartuschen, wie sie Campingkocher nutzen, brauchst du laut Ooni-Support zusätzlich einen separaten Gas Tank Adaptor.
- Laut Erfahrungsberichten im Grillsportverein-Forum reicht eine einzelne kleine Kartusche oft nur für wenige Pizzen — für ein ganzes Wochenende empfiehlt sich eine größere 2,5-kg-Flasche als Reserve.
Wer den Komfort eines Gasofens (kein Feuermanagement, sofort einsatzbereit) auch beim Camping nicht missen will, kommt am Koda 12 nicht vorbei — muss aber den zusätzlichen Adapter einplanen und ausreichend Gas mitnehmen. Mehr Modelldetails im Ooni Pizzaofen Vergleich.
3. G3 Ferrari Delizia — nur mit Landstrom realistisch
G3 Ferrari Delizia
- Laut Hersteller rund 1.200 Watt Leistungsaufnahme — auf einem Campingplatz mit Landstromanschluss unproblematisch.
- Für Stellplätze ohne Strom nur mit einer entsprechend dimensionierten Powerstation nutzbar, was zusätzliches Gewicht und Kosten bedeutet.
- Mit unter 6 kg laut Hersteller das leichteste Modell in diesem Vergleich — der limitierende Faktor ist die Stromversorgung, nicht das Gewicht.
Mehr zu diesem Modell und wie es sich auf kleinem Raum schlägt, liest du in unserem G3-Ferrari-Pizzaofen-Test und im Vergleich der besten Mini-Pizzaöfen, der Gewicht und Stellfläche aller drei hier genannten Modelle direkt gegenüberstellt.
Worauf du beim Kauf für Camping achten solltest
Der wichtigste Punkt ist die Energiequelle vor Ort: Ohne Steckdose fällt Strom weg, ohne Platz für eine große Gasflasche wird Gas umständlich. Pellets sind in dieser Hinsicht am unkompliziertesten, weil sie sich einfach in einer Tüte transportieren lassen und keine Anschlussfrage aufwerfen.
Der zweite Punkt ist der Gasanschluss-Typ, falls du dich für einen Gasofen entscheidest: Standard-Pizzaöfen sind auf große, stehende Gasflaschen ausgelegt. Kleine Camping-Gaskartuschen mit anderem Gewinde passen nur mit einem passenden Adapter — kläre das vor der Abfahrt, nicht erst am Stellplatz. Wie sich Gas grundsätzlich gegen Holz und Pellets schlägt, erklärt unser Vergleich Gas gegen Holz.
Fazit
Für Camping ohne Strom- und Gasflaschenanschluss ist der Ooni Fyra 12 die unkomplizierteste Wahl: kein Adapter, kein Feuermanagement mit Kartuschen, nur Pellets nachfüllen. Wer lieber mit Gas backt, sollte den Ooni Koda 12 nur zusammen mit dem passenden Gas Tank Adaptor einplanen und genug Gasreserve mitnehmen. Elektrische Modelle wie der G3 Ferrari Delizia lohnen sich nur, wenn der Campingplatz einen Stromanschluss bietet — ohne Landstrom ist er für unterwegs die falsche Wahl.
Zuletzt aktualisiert: September 2026 — der Ooni Koda 12 ist laut Geizhals-Preisvergleich inzwischen ab ca. 279–295 € statt der früher genannten 349 € erhältlich, ein spürbarer Preisrückgang gegenüber dem Vorjahr.